Freundschaft / Friendship

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Ein Wort kann vieles bedeuten. In der heutigen Zeit sollte man mit Worten vorsichtig umgehen. Vor allem mit dem Wort „Freund“ bzw. „Freundschaft“. Wie genau definieren wir Freunde und wann wird jemand zu einem Freund? Die Parameter, wann jemand einen Menschen als Freund bezeichnet, muss jeder selbst bestimmen. Jedoch wird der Begriff oftmals völlig aus dem Nichts in den Raum geworfen. Fast fahrlässig. Als ich in der Pubertät war und meine Schulfreunde um mich herum hatte, war irgendwie jeder ein Freund. Man sah sich täglich und musste sich mit den Menschen, die man um sich hatte, arrangieren. Was auch völlig okay war. 

One word can have many meanings. Nowadays, one should be careful about words. Especially about the word "friend" or "friendship". How exactly do we define friends and when does somebody become a friend? The parameters of when somebody becomes a friend are something everyone should define on their own. Still, the term is often floated out of nowhere. Almost negligently. When I was at the age of puberty and had my peers around me, somehow everyone was like a friend to me. One was together everyday and had to get along with the people one was surrounded by. Which was totally fine.

In der Oberstufe habe ich einen neuen Freund kennengelernt. Dieser brachte mich das erste Mal zum Nachdenken über den Begriff „Freund“. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen sagte ich ihn nämlich direkt: „Hey, cool, einen neuen Freund in dir gefunden zu haben“ – darauf er: „Freund? Also wir sind uns doch noch fremd. Ich würde uns eher als Fremde bezeichnen.“ Da war der Groschen gefallen.

Dieses Aufeinandertreffen hat mich zum Nachdenken bewogen. Man muss sich erst mal kennenlernen, den Anderen verstehen, durch Höhen und Tiefen gehen, um sicher zu sein, wer Freund ist und wer nicht. Erst dann kann man erschließen, auf wen man wirklich bauen kann. Mit ihm bin ich einige Male durch Höhen und Tiefen gegangen und in den tiefsten Momenten war er da… 

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At high school, I got to know a new friend. This one made me reconsider the term "friend" for the first time. Because when we first met, I immediately said: "Hey, it's cool having found a new friend in you" – whereupon he said: "Friend? We don't really know each other. I would rather call us 'strangers'." Then, the penny dropped.

This encounter made me think. One must get to know each other at first, understand each other, go through thick and thin, to be sure who is a friend and who is not. Only then, one can ascertain who one can really rely upon. I went through thick and thin with him several times and he was there during the worst moments...

Heute, wo wir täglich neue Menschen kennenlernen können, verschwimmt dieser so wichtige Begriff „Freundschaft“. Wir verfallen in eine Art Sucht. Die Sucht nach dem Neuen und Besseren. Fast wie in Partnerschaften. Aber wer ist wirklich da für dich in den dunkelsten Momenten? Wer ist da und lacht mit dir? Wer ist da und weint mit dir? Sind es die Bekannten oder die Freunde? 

Das Wichtigste ist, dass man sich dessen bewusst wird, dass nicht jeder Mensch, der einem über den Weg läuft, ein „Freund“ wird oder werden kann. Da fällt mir eine andere Anekdote ein. Mir sagte mal eine Bekannte:

In unserem Lebensweg treffen wir auf die unterschiedlichsten Menschen. Manche bleiben für gewisse Momente, andere streifen nur kurz deine Sicht, wiederum andere verharren und andere bleiben für immer an der Seite. Es gibt diejenigen, die dir einen Stoß geben, etwas anders zu machen. Es gibt diejenigen, aus denen du mit Schmerz lernst, etwas in deinem Leben anders zu machen, und es gibt die, die alles für dich geben und du auch für sie. Die alles stehen und liegen lassen, um für dich da zu sein.
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Das wichtigste Gut in der Freundschaft ist die Ehrlichkeit. Das können viele nicht, da sie manchmal noch nicht mal ehrlich zu sich selbst sind.

Der Beitrag ist entstanden, weil ich mit Erschrecken feststellen musste, dass ich meine Werte von Freundschaft in einigen Momenten verloren habe. Verloren in der Arbeit, verloren im Alltag, verloren im Social Media.

Nowadays, where we are able to get to know new people daily, this important term "friendship" becomes indistinct. We become kind of addicted. Addicted to what is new and better. Almost like in partnerships. But who is really there for you in the darkest moments? Who is there and laughs with you? Who is there and cries with you? Acquaintances or friends?

The most important thing is to be aware of the fact that not everybody crossing one's path becomes or can become a "friend". Concerning this, an anecdote comes to my mind. Once, an acquaintance of mine said to me:

During our journey through life, we meet most diverse people. Some stay for certain moments, others only briefly come in view, others again remain and stay by your side forever. There are those giving you a push to do something differently. There are those you painfully have to learn from to do something in your life differently, and there are those giving their all to you which you do for them as well. Those who drop everything to be there for you.

The most important good in a friendship is honesty. Many are not able to cope with it since they are not even honest with themselves sometimes.

This post came into being since I was horror-stricken at having lost my values concerning friendship at some points. Lost at work, lost in everyday life, lost in social media.

Graham Ave: a New York journey

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GRAHAM AVE 

a New York journey

Für mich war es der erste große Langstreckenflug und das erste Mal in Amerika. Was waren meine Erwartungen? Eine Überflutung von Reizen und eine Oberflächlichkeitsgesellschaft vom Feinsten. Jedoch wurde ich positiv überrascht. Mit solch einer Offenheit hatte ich es bisher nur manches Mal in Berlin zu tun. Wenn dich Leute auf der Straße ansprechen, um dir zu sagen, dass du einen tollen Stil hast und aus einem „I really love your style“ ein minutenlanges Gespräch wird – dann scheint es mir doch ein anderes Amerika zu sein, als ich dachte. Ich glaube jedoch, es ist nicht Amerika, sondern New York City, dem man die Offenheit zusprechen muss – vergleichbar wie mit anderen Ländern, wo die Menschen in den Großstädten meist mehr Weitsicht haben. 

In den 14 Tagen habe ich die verschiedensten Menschen kennenlernen dürfen, alle haben ihre eigenen Geschichten, für einen kurzen Moment durfte ich ihren Geschichten lauschen... Das ist wohl das Wertvollste an meinem Job: die Menschen, die Gesichter und deren Geschichten. Durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Modelagenturen hätte ich die Möglichkeit, meinen Namen auch über den großen Teich etwas publik zu machen. Das ist meiner Meinung nach wichtig: Sich zu vernetzen und sich bekannt zu machen. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Welt ist es geradezu eine Hürde, nicht unterzugehen. Immer am Ball bleiben, sich selbst jedoch nicht verlieren. Aber man lernt nie aus. Neben den Models habe ich auch Orte besucht und gesehen, mich für einen Moment rausgezogen, genossen und mich durch den Vibe der Stadt tragen lassen. 

It was my first long-distance flight and my first time in America. What where my expectations? Sensory overload and a shallow society at its finest. But I was positively surprised. I only experienced such an openness in Berlin a few times. When people in the streets speak to you to tell you that you have a great style and an “I really love your style” turns into a conversation lasting several minutes – then it seems to be a different America to me from what I thought. But I believe that it is not America but New York City one has to attribute the openness to – comparable to other countries where the people in the big cities often have more foresight.

During these 14 days I got to know many different kinds of people, all having their own stories, which I was able to listen to for a while... That is probably the most precious thing about my job: the people, the faces, and their stories. Through working together with different model agencies I would have the possibility to also publicize my name across the pond. That is important in my opinion: to network and to become known. Especially in today’s fast-paced world it is downright a hurdle not to go down. Always keep it rolling, but don’t lose yourself. But learning never stops. Aside from the models, I also visited places, saw, nunned myself for a moment, enjoyed and drifted through the vibe of the city.

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SoHo

SoHo ist der Fashionbezirk in New York City. Dort reichen sich Louis Vuitton und Prada die Hände. Das in den 60er Jahren entstandene Künstlerviertel bietet nicht nur ein Paradies für Liebhaber hochwertiger Mode, sondern auch avantgardistische Galerien und Museen. Für mich als Fotograf ist dieser Bezirk aufgrund der dutzenden Feuerwehrleitern reizvoll. Diese sind für mich ein typisches Stadtbild, welches man von New York kennt – aus diversen Film- und Fotoproduktionen. Fast schon ein Klischee...

Background-Info: 

Der Name SoHo ist von „South of Houston Street“ abgeleitet. Die Houston Street ist nämlich die nördlichste Begrenzung von SoHo.SoHo gilt nach wie vor als Szeneviertel.

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SoHo is the fashion area of New York City. Louis Vuitton and Prada are joining hands there. The artists’ quarter which came into being during the 60s does not just offer a paradise for lovers of valuable fashion but also avant-garde galleries and museums. For me as a photographer, this area is appealing because of the dozens of aerial ladders. To me, they are a typical cityscape one knows concerning New York – from sundry movie and photo productions. Almost a cliché...

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Background info: The name SoHo is taken from “South of Houston Street”. Houston Street is the northernmost boundary of SoHo.SoHo ist still known as a hotspot.

 
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QUEENS

Für mich war Queens der Ruhepol meiner Reise. Dort fühlt es sich an wie auf dem Land. Man kann nach Far Rockaway an den Strand fahren, dort das Leben genießen, den Alltag vergessen, und, wenn man möchte, ist man innerhalb weniger Minuten zurück in der Stadt.

Background-Info: Die Bewohner des Stadtteils kommen aus 100 Nationen und sprechen 168 Sprachen. Außerdem ist Queens der Fläche nach der größte Bezirk von New York City.

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To me, Queens was the calm anchor of my journey. It feels like being in the countryside there. One can drive to the beach of Far Rockaway, enjoy life, forget about the daily routine and is back in town in a few minutes if one wants to.

Background info: The inhabitants of this district are from 100 nations and speak 168 languages. Furthermore, Queens is the biggest district of New York City concerning the area.

 
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9 / 11 Memorial

Das 9/11-Memorial war für mich einer der emotionalsten Momente meiner New-York-City-Reise. Den Anschlag des 11. Septembers 2001 habe ich noch genau in Erinnerung. Wo ich war und was ich gemacht habe. Diese Gedanken daran sitzen eingebrannt in mir. Als ich nun knapp 16 Jahre danach dort war... Haben mich die Gefühle regelrecht überollt. Dies spricht ebenso für das Memorial. Denn die Menschen haben es geschafft, die Ausschreitungen dieser Tat für ewig festzuhalten und auch für andere greifbar zu machen, die diesen Tag nicht miterlebt haben. So real war es...

Background-Info: Es ist ein Mahnmal, welches an die über 3.000 Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 und des Bombenanschlags 1993 auf das World Trade Center erinnern soll.Am 15. Mai 2014 wurde das Museum in Anwesenheit des damaligen Präsidenten Barack Obama eingeweiht.

The 9/11 memorial was one of the most emotional moments of my New York City journey. I can still exactly remember the attack on the 11th September 2001. Where I was and what I did. These thoughts are etched in my mind. When I was there now about 16 years later... These feelings downright overwhelmed me. That also militates in favor of the memorial. Because the people managed to retain the riots of this crime forever and also to realize it for others who did not witness that day. It was so real...

Background info: It is a memorial which is supposed to be reminiscent of the more than 3.000 victims of the terrorist attacks on the 11th of September 2001 and the bomb attack in 1993 on the World Trade Center. The museum was inaugurated on the 15th May 2014 by the president at that time, Barack Obama.

 
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WILLIAMSBURG

Williamsburg ist einer der Stadteile von Brooklyn. Er gilt als der Künstlerbezirk. Williamsburg zeichnet sich durch dutzende Bars, Clubs und alternative Rockbands aus. Der Bezirk hat schon längst den Hipster-Status erreicht. Vergleichbar ist Williamsburg mit Berlin 

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(Mitte, Prenzlauer Berg & Kreuzberg). 

Background-Info:  Williamsburg wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast nur von Deutschen bewohnt.

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Williamsburg is one of the districts of Brooklyn. It is known as an artists’ district. Williamsburg is characterized by dozens of bars, clubs and alternative rock bands. The district has reached the hipster status long-since. Williamsburg is comparable to Berlin

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(Mitte, Prenzlauer Berg & Kreuzberg).

Background info: During the second half of the 19th century, Williamsburg was almost only inhabited by Germans.

 
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MANHATTAN

     

Manhattan, der wohl bekannteste Bezirk in New York City. Überragend sind die Wolkenkratzer, bekannt ist die Fifth Avenue. „Sex and the City“ ist wohl jedem ein Begriff. Manhattan ist für mich das Klischee-New-York, wie aus Filmen und Fernsehen. Dort gibt es alles. Das 9/11-Memorial, das Empire State Building, der Central Park, der Times Square, die Brooklyn Bridge, Chinatown etc. Auf jeden Fall ist es ein Muss, sich ein paar Tage in Manhattan aufzuhalten. Mir persönlich ist es zu voll und zu laut. 

Background-Info: Manhattan ist eine Insel an der Mündung des Hudson River. Die Insel wird vom Hudson River im Westen, vom East River im Osten und vom Harlem River im Nordosten umflossen.

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Manhattan, probably the most famous district in New York City. The skyscrapers are towering, Fifth Avenue is popular. “Sex and the City” is probably a household name to everyone. Manhattan is the New York cliché to me, like in the movies and on TV. There is everything. The 9/11 memorial, the Empire State Building, Central Park, Times Square, Brooklyn Bridge, Chinatown etc. In any case, it is de rigueur to stay in Manhattan for a couple of days. For me personally, it is too crowded and too loud.

Background info: Manhattan is an island at the mouth of Hudson River. The island is surrounded by Hudson River in the west, East River in the east, and Harlem River in the northeast.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit sollte unsere Generation mehr beschäftigen denn je. Wir haben noch so viele Jahre vor uns. Wir müssen versuchen, in der schnelllebigen Zeit, einen Moment inne zu halten und darüber nachzudenken, was man heute bewirken kann um etwas für darauffolgenden Jahre zu schaffen. 

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In der Natur finden wir verschiedenste Materialien, welche wir nutzen und ebenso nachhaltig damit umgehen können. Holz ist eines der Materialien. Das haben auch die Entdecker von KERBHOLZ bemerkt und genutzt. Während einer Reise durch Mexiko, ist zwei der Gründer Matthias und Moritz diese Idee gekommen. Vorhandenes zu nutzen. Daraus etwas zu gestalten, was man tragen, was man benutzen kann und was zudem modisch aussieht. 

Nachhaltigkeit wird in der Modeindustrie schon über Jahre thematisiert. Es wird darüber gesprochen aus Müll etwas tragbares zu machen, es wird darüber gesprochen das man die Konsumgesellschaft zum Nachdenken anregen muss, es wird darüber diskutiert sich zu endschleunigen und bei dem Einkauf nachzudenken... aber macht jemand etwas dagegen? Reden können wir alle aber aktiv handeln? Ich glaube, sich das Bewusstsein zu machen und effektiv zu handeln dauert. 

Wenn ich von mir sprechen kann, gehe ich z.B. sehr oft und gerne Secondhand einkaufen! Falls ich es mal nicht machen, denke ich jedoch zweimal darüber nach ob ich ein Kleidungsstück wirklich brauche. Es sind kleine Schritte und das Wichtigste ist, dass etwas passiert. In meinem Look trage ich z.B. eine Secondhand Levi’s Jeans!

Für jedes gekaufte Produkt von KERBHOLZ geht beispielsweise ein gewisser Betrag in die Spendenbox von Aufforstungsprojekten. Dafür einen Daumen hoch!