DOMINIKHMUELLER

HIS VIEW

Zwischenmenschlichkeit / Interpersonal

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„Besser geht immer“ ist die Devise! Schade eigentlich… Haben wir verlernt, zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen? Irgendwie schon. Wenn sich Gespräche nur noch über den Austausch von Social Media und wer höher und weiterkommt definieren, haben wir das Problem schon längst übersehen.
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Generation Beziehungsunfähig… Dieser Begriff ist wohl schon fast veraltet und seit einigen Jahren in unserem Sprachgebrauch das ein oder andere Mal aufgetaucht. Nach wie vor ist es ein präsentes Thema. Mir scheint es oftmals, dass es kaum noch eine Chance für Beziehungen gibt. Sei es bezüglich Partnerschaften oder eben auch Freundschaften. Durch Dating-Apps werden wir gerade zu beflügelt, bis zum bestmöglichen Wunschpartner zu wischen. „Besser geht immer“ ist die Devise! Schade eigentlich… Haben wir verlernt, zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen? Irgendwie schon. Wenn sich Gespräche nur noch über den Austausch von Social Media und wer höher und weiterkommt definieren, haben wir das Problem schon längst übersehen. Daher rufe ich dazu auf, dass wir wieder miteinander sprechen, aufbrausende Konflikte klären, aufeinander Acht geben und den Narzissmus gesünder und wohltuender verwenden. Ein gesunder Egoismus ist nicht verkehrt, zu verlernen, aufeinander zuzugehen, ist jedoch ein Problem. Das Zuhören vergessen und die Achtsamkeit verschwenderisch in den Müll werfen – bitte nicht!

Generation "incapable of keeping a relationship"... This term is probably almost outdated already and appeared in our linguistic usage now and then in recent years. Still, it is a present topic. Often, it seems to me that there is hardly any chance for relationships. Be it concerning partnerships or friendships as well. Through dating apps we are downright spurred to swipe to the optimal picture-perfect partner. "Better is always possible" is the motto! Actually a pity... Did we forget how to cultivate interhuman contacts? Somehow yes. When conversations are only defined by the exchange via social media and who gets higher and further, we overlooked the problem long-since. Therefore I call upon us to talk to one another again, to clear up irascible conflicts, to take care of one another and to use narcissism in a more appropriate and more beneficial way. Some egoism is not wrong, but forgetting to compromise is a problem. Forgetting to listen and wastefully tossing mindfulness in the trash – please don't!

 

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Ich selbst bin seit über zwei Jahren Single. Was irgendwie schade ist. Was mich manchmal traurig macht und wobei ich mich frage, woran das liegt. Gute Frage… In flüchtigen Affären finde ich mich nicht wieder, sondern in einer langfristigen Bindung. Gerade in der heutigen Gesellschaft ist es umso wichtiger, Achtsamkeit zu haben. Für sich und für das Umfeld. Genau so sollten Liebe und Zwischenmenschlichkeit ein kostbares Gut sein und daher eben nicht verschwenderisch missbraucht werden. Ich glaube, jeder möchte jemanden in seiner Nähe haben, eine vertraute Person finden. Seelenverwandtschaft eben. Wieso aber suchen wir verzweifelt nach besseren Optionen oder trauen uns teilweise gar nicht mehr raus? Früher hat man sich auch gefunden. Heute scheint es fast gar nicht mehr möglich zu sein. Beziehungen werden teilweise zu Spielplätzen von nicht verstandenen oder nicht aufgearbeiteten Traumata. Ein Punkt, der es meiner Meinung nach schwerer macht, jemanden zu finden, ist, dass wir nicht transparent sind. Unser Anliegen ist es, uns immer von der besten Seite zu zeigen. Sich hübsch zu machen und zu repräsentieren. Das ist nicht verkehrt. Jedoch sollte man sich nicht hinter einer Maske verbergen… Wenn dir jemand gefällt, du ihn oder sie magst – trau dich. Gehe darauf los und wage den Versuch. Das ist meist leichter gesagt als getan. Doch wenn wir abends im Bett liegen und uns wünschen, jemand wäre an unserer Seite... Hätten wir das Wagnis eingehen sollen, oder etwa nicht?

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I personally have been single for more than two years. Which somehow is a pity. Which makes me sad sometimes and which makes me wonder at the reason. Good question... I can not identify with fleeting affairs, but with a long-term relationship. 

 

Especially in today's society it is all the more important to have mindfulness. For oneself and for the environment. Just like that, love and interhuman relations should be precious goods and therefore should not be wastefully misused. I believe that everbody wants to have somebody close to him, find a familiar person. Just congeniality. But why are we desperately searching for better options or partially not even daring to go out anymore? In the past, people have found each other as well. Nowadays it almost doesn't seem to be possible at all anymore. Relationships are partially turning into playgrounds of opaque and unresolved traumata. A point which makes it harder to find somebody in my opinion is that we are not transparent. Our desire is to always show ourselves at our best. To make oneself look pretty and to represent oneself. That is not wrong. But one should not hide behind a mask... If somebody appeals to you, if you like him or her – take the plunge. Go for it and take the the chance. Most of the time, this is easier said than done. But when we are lying in bed in the evening and are wishing to have somebody by our side... We should have taken the risk, shouldn't we?

 

 

 

 

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